Seit 55 Jahren aktiv: Angelverein Senzig-Krüpelsee

Angeln ist eine kleine Wissenschaft für sich. Das wird dem Laien im Gespräch mit Sportfreunden des Angelvereins „DAV Ortsgruppe Senzig- Krüpelsee e.V.“ schnell klar. Man kann nicht einfach mit dem Kahn raus auf den See und seine Angelrute auswerfen oder sich damit still ans Ufer setzen, um einen Fisch an Land zu ziehen. „Du musst wis- sen, was du angeln willst, welchen Köder du brauchst, du musst eine geschützte Stelle finden und wissen, woher der Wind weht“, sagt Gerald Trotzki, 1. Vorsitzender des Vereins. „Bläst der Ostwind übern Krüpelsee, kann man das Angeln vergessen. Die Fische scheinen den Wind zu spüren und bleiben weg.“ Jan Müller, der 2. Vorsitzende, ergänzt: „Da haben die einfach keine Lust zu beißen.“ Oder man muss wissen, wo welcher Fisch vermutlich am ehesten anzutreffen ist. „Willst du einen Zander fangen, peilt man am besten den ‚Zanderberg‘ am Zernsdorfer Ufer an“, verrät Gerald Trotzki. Hecht lasse sich gut in Ufernähe angeln, wo es Schilf oder Seerosen gibt.

Es fehlt an Nachwuchs im Angelrevier

Mit den Feinheiten und Regeln des Angelsports sind die 36 Vereinsmitglieder bestens vertraut. Ihr Angelheim befindet sich in der Uferstraße 19 und wird liebe-voll von allen Sportfreunden gehegt und gepflegt. Es gibt drei Sportfreunde, die seit 51 Jahren dabei sind, darunter Gerald Trotzki, Vereinschef seit 2013. „Wir haben sechs Angler bei uns, die über 80 Jahre alt, aber sehr aktiv sind“, berichtet er. Das jüngste Mitglied, eine Frau, ist 31. Das Durchschnittsalter beträgt 62 Jahre. „Der fehlende Nachwuchs ist unser größtes Problem“, bedauert Jan Müller. Dabei sei eine Angelausrüstung nicht übermäßig teuer, verrät Schatzmeister Hans-Jürgen Giering. „Eine Fünfmeterrute kann man schon für 25 Euro bekommen, Sehne, Pose, Rolle, alles erschwinglich.“

Im Sommer wird der Verein sein 55jäh- riges Bestehen am 11. Juli mit einem kleinen Fest feiern. Älter ist mit 95 Jahren nur der Angelverein Senzig-Mitte, dem 53Sportfreunde und zwölf Jugendliche ange- hören. Senzig hat aber auch noch einen dritten Angelverein: Senzig-Waldesruh. Ihn gibt es seit 54 Jahren, er hat 45 Mitglieder. Die drei Vereine seien aus ehemals einem Verein unter anderem aufgrund der steigenden Einwohnerzahl ent- standen, erzählt Gerald Trotzki. „Und vielen war der Weg zum damaligen Vereinslokal Gaststätte Gaerisch in der Chausseestraße einfach zu weit“. Einmal im Jahr findet ein gemeinsames Angeln aller drei Vereine statt. „Das ist eine Höhepunkt im Jahr und hält zusammen. Wir arbeiten nicht gegeneinander, sondern miteinander“, betont Gerald Trotzki. Die Mitglieder seines Vereins angeln auf dem Krüpelsee, während die Anglerkollegen aus Mitte gleichzeitig den Krimnicksee und die von Waldesruh den Zeesener See befischen. „Da in unserem Verein nach Lehrgängen und Prüfung jeder einen Fischereischein hat, dürfen wir von der Schleuse in Neue Mühle bis zur Schmölde angeln“, klärt Gerald Trotzki auf. Das bedeute Angeln auf Gewässern des Deutschen Anglerverbandes (DAV) sowie auf einem von einem Fischer gepachteten See. Aus dem Krüpelsee holen die Angler vor allem Friedfische (auch Weißfische genannt) heraus: Plötzen, Bleie und Rotfedern. Raubfische wie Zander und Aale oder Wels sind eher selten. „Fische kann man im Prinzip zu jeder Tageszeit fangen“, plaudert Gerald Trotzki aus der (Angler)- Schule. Aber Weißfische seien überwie- gend am frühen Morgen aktiv, Raubfische erst gegen Abend.

Angeln verlangt Ruhe und Geduld

Die Angelsaison wird Mitte April gestar- tet und endet im Oktober. „Das für den 1. Februar geplante Eisangeln musste leider ausfallen. Damit ist es vorbei, Eisangeln ist Geschichte“, sagt der Vereinschef. Der Jahreskalender weist zahlreiche andere Veranstaltungen aus, so zum Beispiel Paarangeln, Sommerangeln und die Kür des Herbstmeisters. Für das leibliche Wohl bei geselligem Zusammensein im Vereinshaus an der Uferstraße sor- gen zumeist die Anglerehefrauen. Am Senziger Weihnachtsmarkt hat sich der Verein bereits sieben Mal beteiligt. Befragt, was einen Angler auszeich- net, antworten Gerald Trotzki und Jan Müller wie aus einem Munde: „Ruhe und Geduld!“ Man finde Entspannung, könne gut abschalten, kein Handy klingele, nur Wind und Wellen seien zu hören. „Das sind die einzigen drei Stunden, wo nicht gequatscht wird“, wirft Jan Müller in die Runde.„Und groß ist natürlich die Freude, wenn man einen schönen Fisch raus-holt, beispielsweise eine 30 Zentimeter große Plötze nach Hause bringt“, stellt Gerald Trotzki klar. Der 63jährige frühere Kriminalrat ist bereits mit zwölf Jahren Mitglied im Angelverein geworden: „Wenn man einmal mit Angeln angefan- gen hat, kann man nicht mehr aufhören.“ P.S. Wie so vieles in den vergangenen drei Jahrzehnten, hat sich auch auf dem Gebiet des Angelns eine Menge geän- dert. Eines ist aber geblieben: der tradi- tionelle Anglergruß „Petri Heil“ und die Antwort „Petri Dank“ bei erfolgreichem Fang. Abgeleitet ist der Gruß vom Namen eines der ersten Jünger Jesu, dem Fischer Simon Petrus. Er gilt noch heute als Schutzpatron der Fischer und Angler.

Bruno F. Apitz alias Hauptkommissar Hans Moor lebt am Krüpelsee

Mit Hund „Chaplin“ dreht Bruno F. Apitz in Senzig jeden Tag seine Runde. Hier ist der Schauspieler seit zwölf Jahren zu Hause, hier hat er nach einem von Engagements an ver- schiedenen Theatern bestimmten Leben seinen Ruhepol gefunden. „Ich habe eine wunderbare Natur vor der Tür, hier kann ich abschalten, meine Texte lernen und vorbereiten und ich kann hier in meinem ersten eigenen Atelier malen“, erzählt der 63-Jährige. Eher durch Zufall fanden er und Ehefrau Diana bei einem Ausflug das schöne, über 100 Jahre alte großzü- gige Haus, von dessen Terrasse man einen weiten Blick über den Krüpelsee hat. „Die Nähe zu Berlin ist für mich als Künstler nicht unwichtig, dank der S-Bahnanbindung komme ich schnell in Ausstellungen oder ins Theater.“

Für den gebürtigen Dresdner waren die Bretter, die Schiller zufolge die Welt bedeuten, viele Jahre das Zuhause. „Ich wollte schon immer Schauspieler werden, das stand seit der 4. Klasse für mich fest.“ Das gute Schülertheater an seiner Schule, wie er sagt, hat ihn in diesem Berufswunsch bestärkt. Später dann hat er das Schauspielerhandwerk vier Jahre lang an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig studiert und mit dem Diplom abgeschlossen.

25 Jahre war das Theater sein Zuhause

Die Arbeit am Neuen Theater in Halle unter der Intendanz von Peter Sodann Ende der 80er Jahre war nicht nur beruf- lich eine wichtige Station. Diana Apitz und ihr späterer Ehemann lernten sich dort in einer Inszenierung des Gorki- Stücks „Sommergäste“ kennen. „Ich spielte das Dienstmädchen, Bruno den Hausherrn Bassow. Es war eine verrück- te Zeit, das Theater war damals eine Nische“, erinnert sie sich.

Beide wechselten später an das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin. „Wir wohnten dort auf einem Bauernhof. Weit genug weg, um Ruhe zu finden, aber auch nah genug am Theater. Zu Hause ging es weiter, man hat sich vor-

bereitet oder darüber nachgedacht, was der Regisseur auf der Probe gesagt hat. Den Mantel des Schauspielers kann man nicht ausziehen und an der Garderobe abgeben“, erzählt Bruno F. Apitz. In dieser Zeit lernte der Schauspieler in Coline Serreaus Komödie „Hase Hase“ eine namhafte Kollegin von einer ganz anderen Seite kennen: Regie in dem Stück führte Ursula Karusseit. „Sie war auch da toll, sie konnte mit Menschen umgehen, weil sie bodenständig war. Sie war eine kluge, warmherzige, an der Geschichte und nicht an Effekten inte- ressierte Regisseurin“, beschreibt Bruno F. Apitz die Zusammenarbeit. Zwölf Jahre blieb das Paar in Schwerin. Danach ging es noch für drei Jahre an das Schauspiel Leipzig, wo er unter anderem unter Regisseur Wolfgang Engel im Faust 1 + 2 mitwirkte.

Seit zehn Jahren in ZDF-Polizeiserie
„Notruf Hafenkante“ dabei

2002 dann die Zäsur: Nach 25 Jahren Theaterarbeit wollte Bruno F. Apitz sein Glück als freischaffender Schauspieler beim Film versuchen. „Ich habe das bis heute nicht bereut, weil ich sehr gut in diesem Geschäft arbeiten darf.“ Inzwischen seien Rollen in mehr als 100 Filmen zusammengekommen. Einem größeren Publikum wurde er als Hauptkommissar Hans Moor in der ZDF-Vorabendserie „Notruf Hafenkante“ vertraut. Das ZDF beschreibt auf seiner Website zu der Polizeiserie den Hans Moor „als Fels in der Brandung. Er ist absolut verlässlich und lässt sich von niemandem etwas vormachen“. Seit nunmehr zehn Jahren

verkörpert Bruno F. Apitz diese Rolle: „Da muss man aufpassen, dass Routine nicht die Oberhand gewinnt. Ich spiele eine Figur, die Drehbuchautorin schreibt mir die Szenen auf den Leib, aber Bruno darf nicht Hans und Hans nicht Bruno werden. Doch ein Teil des echten Bruno ist immer dabei.“ Aber selbst nach dieser langen Zeit mache ihm die Rolle noch Spaß.„Es wird natürlich mal ein Ende geben, aber bis Januar 2021 werde ich als Hans Moor zu sehen sein.“

Malen ist seine zweite Leidenschaft

Außer der Schauspielerei hat Bruno F. Apitz noch eine andere Passion: die Malerei. „Ich male am liebsten Porträts, denn ich mag es, Menschen in die Augen zu gucken. Menschen abzubilden, das

mach ich ja auch in meinem Beruf als Schauspieler.“ Als Maler ist er Autodidakt, hatte jedoch schon in seiner Leipziger Studienzeit enge Kontakte mit Studenten der dortigen Hochschule für Grafik und Buchkunst und später in Halle Austausch mit Künstlern der Kunsthochschule Burg Giebichenstein gepflegt. Viele seiner groß- formatigen und in kräftigen, leuchtenden Farben gehaltenen Arbeiten waren schon in Ausstellungen zu sehen, darunter in Hamburg, Schloss Neuhardenberg und Bautzen.

Neben Film und Fernsehen und der Malerei ist Bruno F. Apitz auch mit Lesungen unterwegs, oft gemeinsam mit Ehefrau Diana. Sie betreibt seit 2000 eineKünstleragentur mit derzeit 18 Klienten. Einer davon ist Ehemann Bruno F. Apitz. Internet: www.agentur-apitz.de, www.atelier-bruno.de

Weisser Ring: Helfer an der Seite von Kriminalitätsopfern

In der Schifffahrt ist der Lotse ein erfahrener Seemann, der Schiffe sicher durch schwierige Gewässer leitet. Als Lotsen im übertragenen Sinne verstehen sich auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Opferhilfevereins

Weisser Ring. Im Landkreis Dahme-Spreewald sind es fünf Frauen und drei Männer, die Opfern von Kriminalität und Gewalt beistehen. „Das reicht vom Diebstahl über häusliche Gewalt, sexuellen Missbrauch bis hin zu Tötungsdelikten“, sagt Christian Skowronek, der die Außenstelle des Landkreises Dahme-Spreewald seit 2015 leitet und vorübergehend auch die im Landkreis Märkisch-Oderland betreut. Der 70 Jahre alte frühere Elektroingenieur aus Schulzendorf, seit sieben Jahren Mitglied im Weissen Ring, ist der Erste, der von einem Fall erfährt, indem das Opfer bei ihm anruft, wenn Geschädigte und ihre Familie Hilfe benötigen. Die beginnt zuallererst damit, dem Opfer zuzuhören. Um Hilfe vom Weissen Ring zu bekommen, sei eine Anzeige des Opfers bei der Polizei, aus welchen Gründen auch immer, nicht notwendig.

“Ja, wir sind gewissermaßen Lotsen, damit die Betroffenen an die richtigen Stellen kommen, wir sind qualifizierte Laien, aber keine Rechtsanwälte, Richter oder Psychologen“, sagt Christian Skowronek. Mitarbeiter des Weissen Ring begleiten ihre Schützlinge zur Polizei, zu Rechtsanwälten, zum Gericht, zur Staatsanwaltschaft, zum Jugendamt, zur Arbeitsagentur oder anderen Behörden. Um nach dem Opferentschädigungsgesetz Leistungen zu erhalten, muss zum Beispiel ein sieben Seiten langes Formular ausgefüllt werden. Das ist nicht jedermanns Sache, auch dabei hilft der Weisse Ring. Er reicht in besonderen Fällen, wenn Bedürftigkeit vorliegt, auch Schecks für die Erstberatung bei einem Rechtsanwalt oder Psychologen aus. Oder hilft mit einer Finanzspritze, wenn eine betroffene Mutter mit ihrem Kind nach einem Gerichtsprozess dringend Erholung braucht. „Bedürftigkeit ist aber nicht ausschlaggebend, wenn es um den sexuellen Missbrauch von Kindern geht“, fügt Karsten Blieske (72) an.

Ganz wichtig: Vertrauen aufbauen

Der Senziger ist seit fast zehn Jahren im Weissen Ring engagiert. “Man braucht für unsere Arbeit ein hohes Verantwortungsgefühl und viel Empathie, denn wir kommen in die kompliziertesten Situationen hinein, lernen oft unbeschreibliches Leid kennen. Wir fragen, was passiert ist, aber nicht, wie es passiert ist. Ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, das ist ganz wichtig. Wir ent- scheiden nicht für die Opfer, wir geben Rat. Wir haben ehema- lige Staatsanwälte und Rechtsanwälte an unserer Seite, da steht schon eine Wucht dahinter.“

Die Zusammenarbeit des Vereins mit der Polizei sei gut: „In den meisten Fällen schlägt sie Geschädigten vor, sich an eine Opferhilfsorganisation, wie zum Beispiel den Weissen Ring zu wenden.“ Um qualifiziert den Opfern beistehen zu können, werden die Vereinsmitglieder regelmäßig geschult. Zu den Regeln des Vereins gehört auch, dass die Mitarbeiter eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben und keine Fälle im eigenen Wohnort übernehmen.

Im Landkreis Dahme-Spreewald konnte 2018 nach Angaben des Vereins 39 Opfern von Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch, Nötigung, Körperverletzung, Mobbing oder Stalking geholfen werden. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Opfer auf 60. „Wir mussten einen Anstieg der Fälle bei sexuellem Missbrauch an Frauen und Kindern verzeichnen sowie bei Stalking“, berichtet Karsten Blieske. Christian Skowronek ergänzt: „Manche Fälle sind nach zwei, drei Treffen gelöst, aber andere ziehen sich zum Teil über Jahre hin. Je nach Schwere des Falles stehen nicht nur die Opfer unter Leidensdruck, auch für uns ist es nicht immer so einfach, bestimmte Fälle zu verarbeiten.“ Den Mitarbeitern stehen aber entsprechende Möglichkeiten zur Verfügung, zum Beispiel die Inanspruchnahme von Supervision: „Wir verstehen darunter, im Team über unsere Arbeit zu reflektieren und selbst erlebte Situationen auszuwerten. So gewinnen wir Souveränität und Abstand und lernen daraus. Sehr wichtig ist dabei Diskretion. Die Gespräche werden selbstverständlich vertraulich behandelt und unterliegen der Schweigepflicht.“

Jedes Opfer ist eines zu viel

Den zweiten Schwerpunkt neben der Opferhilfe sieht der Weisse Ring in der Präventionsarbeit. Die Helfer müssen immer wieder feststellen, wie wenig vor allem Kinder, Jugendliche und ihre Eltern oder auch Senioren über die Gefahren wissen, die ihnen im Alltag vonseiten Krimineller drohen. Weil jedes Opfer eines zu viel ist, sei Vorbeugung ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, betonen beide Vereinsmitglieder. Deshalb werden für interessierte Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Sportvereine, aber auch für Senioren, entsprechende Seminare angeboten, in deren Vorbereitung und Nacharbeitung an den Schulen Jugendliche, Erzieher und Eltern eingebunden werden. Auch die Helfer vom Weissen Ring müssen ständig hinzu- lernen und sich mit neuen Phänomenen auseinandersetzten. Stichwort: Cybermobbing, gerade hier gibt es ständig veränderte Erscheinungsformen. „Die jungen Leute sind heutzutage im Netz viel weiter unterwegs als viele Eltern ahnen“, sagt Karsten Blieske. „Deswegen ist die Erziehung zur Medienkompetenz, auch besonders bei den Eltern, ein wichtiger Punkt in unseren Vorträgen. Wie schnell Jungen oder Mädchen Opfer von Mobbing im Netz werden können, erstaunt die Eltern immer wieder. Weitere Informationen erteilt der Aussenstellenleiter des Weissen Rings.

Ansprechpartner: Christian Skowronek Tel.: 0151 5516 4700
Mail: weisserring-lds@web.de

Der Förderverein der Grundschule mit neuer Spitze

 Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fördervereins wurde ein neuer Vorstand gewählt. Daniela Hoffmann als bisherige Vorsitzende sowie Verena Kranz als ihre Stellvertreterin haben nach vielen Jahren engagierter, ehrenamtlicher Tätigkeit den Vorstand des Fördervereins verlassen. Zur neuen Vorsitzenden und stell- vertretenden Vorsitzenden wurden auf der Sitzung im Februar Gabriele Kickut und Asoll Palasik gewählt. Letztere war bereits Kassenprüferin des Vereins. In ihren neuen Funktionen können sich beide auf die Erfahrungen von Jana Sommerfeld verlassen, die dem Vereinsvorstand als Kassenwartin erhalten bleibt.

„Der Förderverein ist für die Schule sehr wichtig. Viele Schulprojekte, von denen alle Kinder und auch der gesamte Ort profitieren, sind ohne den Verein nicht denkbar“, sagt Gabriele Kickut. Sie hat zwei Söhne (Jahrgang 2010 und 2013) in der Grundschule am Krimnicksee. Die beiden Kinder von Asoll Palasik, eine Tochter und ein Sohn Jahrgang 2009 und 2012, gehen ebenfalls im Ort in die Schule. Die Kinder der beiden Frauen, die mit ihren Familien seit vier beziehungsweise fünf Jahren in Senzig wohnen, sind auch beim Sportverein Südstern aktiv. „Unser Ort hat ein tolles, lebendiges

Vereinsleben. Ohne ehrenamtliche Tätigkeit ist das alles nicht denkbar. Hierzu einen Beitrag leisten zu können, ist meine wesent- liche Motivation“, betont Gabriele Kickut.

Im Jahr 2019 konnten durch den Förderverein eine Reihe von spannenden Projekten und Aktivitäten der Schule ermöglicht werden: so die Theaterfahrt, der Auftritt des Chors bei 6 K United oder das Weihnachtsmusical. Auch für dieses Jahr sind wieder viele attraktive Aktionen geplant, auch wenn im ersten Halbjahr einige Highlights, wie das Zirkusprojekt, aufgrund der Beschränkungen durch Corona abgesagt werden mussten. „Wir gehen fest davon aus, dass die weiteren Projekte, unter anderen die Schrottsammlung und der Spendenlauf, wie geplant stattfinden können und freuen uns auf eine rege Beteiligung der Senzigerinnen und Senziger“, sagt Asoll Palasik. Darüber hinaus will sich der Förderverein bei „Senzig Open“ im August beteiligen.

Zukünftig sollen die rund 100 Mitglieder über einen Newsletter auf dem Laufenden gehalten werden. Auch wird die enge Abstimmung mit den anderen Vereinen und Initiativen im Ort gesucht, um das Leben in Senzig gemeinsam zu bereichern. Geht es nach dem neuen Vorstand, wird der Unterstützerkreis für den Förderverein zukünftig in jedem Fall weiterwachsen.

Gabriele Kickut

Neuigkeiten aus dem Netzwerk

Liebe Netzwerk-Freunde,

nach den neuen Entscheidungen zur Eindämmungsverordnung vom 8.5.2020 sind in Brandenburg weiterhin größere Veranstaltungen nicht möglich. Das heißt für uns, dass die für die nächsten Wochen bis zum 5. Juni 2020 geplanten Veranstaltungen leider nicht stattfinden können.

Das betrifft u.a. den Netzwerktreff (12.05.) und das Familien Tischtennis Turnier (16.05.).

Das Pfingstfest (31.05.) , das Sport-und Spielfest zum Kindertag (03.06.) und das Fette Reifen Rennen (06.06) sind ebenfalls abgesagt.

Wir werden zu gegebener Zeit informieren, ob Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt ggf. in modifizierter Form nachgeholt werden.

Herzliche Grüße !

Jürgen Müller

Steckbrief: Dirk Scharp

Geb.: 12.09.1971 auf Rügen
Familie: seit 21 Jahren verheiratet, 2 Kinder (16 & 19 Jahre)
Wohnort: 2001 sind wir von der Küste nach Heidesee gezogen

Tätigkeit:
 Ich bin seit 2004 mit meiner Frau als Fachplaner für Hotellerie, Seniorenheime und öffentliche Einrichtungen tätig. Wir konzipieren und planen den gesamten IT-Betrieb des Nutzers. Wir erstellen ganzheitliche Nutzungskonzepte inkl. der Grundlagenermittlung, der Projekt-Planung, der Projekt-Ausschreibung sowie der Projekt-Umsetzung.

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Die Märchenhütte geht online – mit solidarischem Kunstgenuss

Liebe Märchenfreundinnen und Märchenfreunde,

wir vermissen Euch sehr, unser Publikum, unsere Fans. Auch wenn wir täglich musizieren und proben, so ist das doch kein Ersatz für einen wirklichen Kontakt (und auch für uns arbeitslose Künstler keine Einnahme).

Aus aktuellem Anlass wagen wir einen neuen ersten Schritt:
Wir kommen zu Euch ins Wohnzimmer und bieten solidarischen Kunstgenuss!

Macht es Euch gemütlich bei Kerzenschein oder am Kamin, legt die Beine hoch, gießt euch ein Gläschen Wein ein. Ihr müsst heute nicht mehr mit dem Auto nach Hause fahren. Lasst Euch wieder einmal verzaubern und mitnehmen auf eine Märchenreise und tief eintauchen … in das ferne und doch so nahe Land der Märchen und Geschichten …

Zu gewohnter Stunde, am letzten Donnerstag des Monats

am 30.April um 19 Uhr

startet unsere Sondersendung aus der Märchenhütte Senzig zur Walpurgisnacht, zum Fest in den Mai, mit keltischen Märchen, Liedern und Harfenklängen. Wir freuen uns auf Euch! Den Link findet Ihr unter der Mächenhütte-Veranstaltung.

Wer mag, kann uns ein Dankeschön in Form eines Eintrittsgeldes seiner Wahl auf das netzwerk-senzig Konto überweisen, direkt den Spendenbutton oben rechts nutzen oder alternativ auch unseren Briefkasten „füttern“. Bitte bei Spenden oder Überweisungen an den Vermerk „Märchenhütte“ denken.

Herzlichen Dank an unsere vielen Unterstützer aus dem Netzwerk Senzig: Jürgen Müller, Frank ….und Lukas.

Limittierte Sonderaktion für unsere Märchenfreunde

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Ihre Agnes Barbara Kirst

Maskenpflicht in Brandenburg = Masken für Senzig

Auch im Land Brandenburg wird das Tragen von Alltagsmasken in Bussen, Bahnen und Supermärkten ab Montag, den 27. April verpflichtend. Das Netzwerk für Senzig hat  umfangreiche Hilfe organisiert, um kurzfristig Senziger Bürger mit Masken zu versorgen.

Fährt man im Bus von KW nach Bindow ist schon ein größerer Anteil von Maskenträgern festzustellen – im Edeka Markt in Senzig ist der Anteil dagegen noch gering.  Diese Aktion ist gekennzeichnet durch eine positive Grundhaltung der Akteure. Sie zeigt einen gewachsenen Gemeinschaftssinn und lobenswerte Solidarität. Darum: Holen auch Sie sich Ihre Maske und tragen diese!

Was gibt es für Masken?

Die Masken sind unterschiedlich gestaltet, waschbar und werden in  klein, mittel und groß  angeboten. Der mitgelieferte Informationszettel gibt Hinweise zur Masken-Hygiene und auch den Verweis, dass die Masken keine Sicherheit bieten.

Wo bekomme ich eine Maske her?

Alle Masken werden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Abholung in der Jasmin-Apotheke:
Die Mitarbeiter der Jasmin Apotheke helfen bei der Verteilung der „Netzwerk-Masken“ ; sie  werden von den Näherinnen ständig mit Nachschub versorgt. Viele Senziger unterstützen die Aktion mit einer Spende in die Spendenbox „Dein Euro für Senzig“ .

Verteilung durch die Volkssolidarität:
Die VS-Ortgruppe verteilt gezielt an ältere Bürger in die Briefkästen.  Jeder Senziger kann telefonisch seinen Bedarf unter 03375 954702 mit Angabe der Adresse anmelden und  wird dann in der Regel am gleichen Tag über den Briefkasten beliefert. Viel Dank persönlich und telefonisch kam dafür bereits zurück.

Wer näht eigentlich die Masken?

Fleißige Senzigerinnen und Senziger nähen unentgeltlich Stoffmasken für Senziger Bürger.

Begonnen hat das Selbstnähen von Stoffmasken in Senzig mit dem 88-jährigen Gustav Schneider, der in der  Arbeitsgruppe „Handmade – Jung und Alt kreativ miteinander“ der Volksolidarität engagiert tätig ist. Derzeit durch das Corona–Virus zum Nichtstun verurteilt, suchte er neue Betätigung. Auf Anregung seines Sohnes begann er Masken zu nähen. Mehr Infos in diesem Beitrag…

Nun kam das Netzwerk ins Spiel: das Nähen von Stoffmasken sollte auch für Senziger Bürger erfolgen. Näherinnen sowie Material wie Gummiband und Stoff zur Herstellung der Masken wurden gesucht. Schnell kamen viele bereitwillige Unterstützer zusammen – Inzwischen sind über 500 Stoffmasken hergestellt und nahezu vollständig verteilt worden.

Ingeborg und Hartmut Peschel von  der Ortsgruppe der Volkssolidarität halten Kontakt mit den Näherinnen und dem Nähern und organisieren die Verteilung. Vielen Dank!

Dank an die Nähenden:

  • Frau Diana Apitz von der Künstleragentur Apitz
  • Frau Angelika Glander von der Firma Glander
  • Frau Gisela Görlich
  • Frau Hidalgo
  • Herr Gustav Schneider

Dank an die Spender:

  • Herr Lersch – mehrere Ballen Stoff aus seinem Firmenbestand
  • Frau Maaß – Stoff aus privatem Fundus
  • Herr Mähler – 20 fertige Masken
  • Frau Michelchen – Stoff aus privatem Fundus

Selbstgenähte Masken für Senzig

Auch Senziger Seniorinnen und Senioren helfen aktiv…

…und übergeben 30 selbstgenähte Masken an Mitarbeiter des Senziger EDEKA! Seit einigen Jahren gibt es in Senzig die Arbeitsgruppe der Volkssolidarität „Handmade – Jung und Alt kreativ miteinander“. Durch Corona ist dieses gemeinsame Miteinander nicht möglich. Das heißt aber nicht, dass die Mitglieder nicht doch aktiv sind. So hat das älteste Mitglied – der 87-jährige Gustav Schneider – auf Anregung seines Sohnes angefangen, waschbare Mund-Nasen-Masken zu nähen. Akkurat praktisch und bei  60 bis 90 Grad waschbar. So konnten – Gustav, die Volkssolidarität und das Netzwerk für Senzig – die ersten 30 Masken als Dankeschön an die Mitarbeiter des EDEKA in Senzig übergeben. Mitarbeiter, die täglich für uns alle da sind!

Gelebte Solidarität

Es sind auch die Alten, die Aufgaben brauchen – auch wenn sie besonders gefährdet sind. Und es ist ihr Beitrag, Danke zu sagen für die Zuwendung und Aufmerksamkeit, die man ihnen entgegenbringt. Es ist emotional berührend zu sehen, wie in dieser kritischen Zeit das Miteinander und Füreinander gelebt wird.

Es geht weiter! Nach den ersten 30 Masken hat Gustav gleich weitere 16 Stück fertiggestellt, die schon wieder verteilt sind. Dieses Beispiel hat Schule gemacht, weitere Senziger sind dem Beispiel gefolgt und nähen nun ebenfalls Masken. Die Mund-Nasen-Masken erhalten Sie bei Bedarf kostenfrei in der Jasmin Apotheke! Mit einer kleinen Spende unterstützen Sie das Netzwerk.

Unser Dank gilt allen SpenderInnen von Material (Gummiband, Stoff) und allen Nähenden!

Ein Beitrag von Ingeborg und Hartmut Peschel

HINWEIS: Masken können helfen, aber bieten keine Sicherheit (RKI warnt vor falscher Sicherheit durch Schutzmasken). Bitte verhalten Sie sich weiter diszipliniert!