Senzig trauert um Günter Hörandel

Trauerfeier für Günter Hörandel

Familie, Freunde und Weggefährten haben am 13.6. in einer würdevollen Trauerfeier Abschied von unserem Ortsvorsteher Günter Hörandel genommen. Die Anteilnahme im Ort und in der Stadt hat gezeigt, welche Wertschätzung Günter genossen hat und welchen Verlust wir durch seinen plötzlichen Tod erfahren haben. Wir haben mit einem Trauergebinde und den Worten „In ehrendem Gedenken an einen leidenschaftzlichen Mitstreiter“ als Netzwerk für Senzig unseren Respekt bekundet. Als Senziger haben wir dankbar registriert. dass zahlreiche Abgeordnete der SVV und des Kreistages anwesend waren.

In Günter Hörandels Sinn werden wir die Arbeit des Netzwerkes fortsetzen.

28. JANUAR 1947 – 20. MAI 2020

Mit tiefer Betroffenheit haben wir die Nachricht vom Tod unseres Ortsvorstehers Günter Hörandel erhalten.

Günter lebte seit Mitte der 90er Jahre in Senzig. Er hat sich mit seiner Frau Renate den Ort und seine Umgebung zur Heimat gemacht, hat die neuen Gegebenheiten angenommen und sich hier eingebracht. Immer mehr hatte er sich die Aufgabe gestellt, etwas für Senzig tun zu wollen und zu einem lebenswerten und attraktiven Ort mitzugestalten.

Er übernahm dafür Verantwortung und nahm sie wahr: korrekt, gradlinig und zupackend. Von Beruf Konstrukteur waren diese Eigenschaften für ihn prägend. Er wurde Gründungsmitglied des Vereins „Wir für KW e.V.“ und dessen Vorstandsmitglied. Von den Senzigern wurde er 2014 und 2019 in den Ortsbeirat gewählt und war seit 2018 dessen Vorsitzender. Zugleich war er als sachkundiger Einwohner im Kreistag LDS vertreten.

Wir haben ihn kennen– und schätzen gelernt als einen ernsthaften und engagierten Menschen, der sich um die alltäglichen Sorgen und Probleme kümmerte. Er tat dies zielstrebig und – oft für viele nicht sichtbar – mit viel Fleiß und Ausdauer. Sein Engagement für bessere Bus-Fahrpläne, für die Rettung der Badewiese, für den Ausbau der L40, den Radweg nach Bindow und für den Schulneubau behalten wir dankbar in Erinnerung. Eine Busanbindung für Waldesruh zu schaffen, konnte er noch auf den Weg bringen.

Günter war gern unter Leuten, war stets freundlich und offen. Seinen Rat haben wir oft in Anspruch genommen. Guten Argumenten gegenüber zeigte er sich aufgeschlossen. Das machte ihn auch im „Netzwerk für Senzig“ so wirkungsvoll. Von Anfang an war er dabei, weil er im Zusammenwirken von Vereinen und Institutionen, von Firmen, Künstlern und engagierten Personen die Chance erkannte, sein Credo zu verwirklichen: Seinen Heimatort liebenswerter und mit mehr Vielfalt auszugestalten. So entstand auch ein unkompliziertes, zielorientiertes Zusammenspiel von Netzwerk und Ortsbeirat. Auch das bleibt eines seiner nachhaltigen Verdienste.

Günter Hörandel hatte sich langfristig vorgenommen, im Ruhestand ein Hobby zu betreiben – die Bienen sollten es sein. Dem widmete er sich viele Jahre intensiv und mit vollem Einsatz. Die Senziger hatten etwas davon: Sie bekamen Honig aus der Region und auf dem Weihnachtsmarkt auch mal Met.

Günter hat sich seinen übernommenen Aufgaben mit Hingabe gewidmet. Gesundheitliche Probleme ließ er sich nicht anmerken, strahlte immer Optimismus und Lebensfreude aus. Umso mehr hat uns sein Tod nach kurzer schwerer Krankheit erschüttert.

Wir sind traurig.
Unser Mitgefühl gilt seiner Renate, seiner Familie und seinen Freunden.
Günter fehlt uns.

Alexander Pohle
Stellvertretend für den Ortsbeirat

Jürgen Müller, Christian Dorst
Netzwerk für Senzig

Die Senzigerinnen und Senziger haben die Möglichkeit, sich am 26. und 27.Mai 2020 in ein Kondolenzbuch einzutragen, das im Bürgertreff in der alten Sparkasse ausliegt.

Konzert im Radlertreff

Liebe Freunde des Netzwerkes,

der Radlertreff macht wieder auf und das mit Musik. Der Eintritt ist frei und die Aktion wird als Dankeschön an die Senziger Corona-Helfer verstanden.

Plätze können über die Telefonnummer des Radlertreffs (0173 91 46464) reserviert werden. Natürlich sind weiterhin die gegebenen Corona-Abstandsregeln zu beachten.

LIVE!

Folk-Rock vom Feinsten!
am Sonnabend, 6. Juni 2020
ab 20 Uhr
im Radlertreff
Senzig, Chausseestraße 17
Reservierung: 0173 91 46464

 

Die 4. Ausgabe ist da!

Liebe Senzigerinnen und Senziger, liebe Gäste,

die 4. Ausgabe unseres Magazins erscheint in sehr bewegten Zeiten. Für uns alle hat ein Virus den Alltag und das Leben erheblich verändert. Das hat auch das Wirken im und für das Netzwerk seit Jahresbeginn beeinflusst und schlägt sich in diesem Heft nieder. Wir präsentieren Ihnen dennoch wieder einen inte- ressanten Mix an Erinnerungen, Informationen und Wissenswertem aus und über unseren Ort und seine Menschen. Seit Erscheinen des letzten Magazins vor sechs Monaten können wir eine erfreuliche Bilanz des Netzwerkes für Senzig vorweisen.

Wir erinnern an unseren Weihnachtsmarkt, der über Nacht von einem zum anderen Standort wechseln musste und trotzdem – oder gerade deshalb – erneut emotionaler Höhepunkt in unserem Gemeinschaftsleben wurde.

Wir erinnern an die Unterschriften-Aktion, die unseren Protest und unsere Forderungen im Zusammenhang mit der Schließung der Sparkasse zum Ausdruck brachte und das Gemeinschaftsgefühl stärkte.

Wir erinnern an Veranstaltungen und Begegnungen der Senioren, in den Vereinen und in unserer neuen Begegnungsstätte in der alten Sparkasse, die den Gemeinschaftssinn in Senzig förderten.

Auch als Corona den üblichen Tagesablauf und manch Geplantes durcheinanderbrachte, gab es keinen Stillstand. Das Netzwerk bewährte sich, trug dazu bei, die Senziger zu sensibilisieren für konrete Hilfe und Sorge um die Nachbarn. Markantes Zeichen dafür wurden die Netzwerk-Masken: Von Senzigern für Senziger vorbereitet, genäht und verteilt.

Für eine erfolgreiche Tätigkeit im Interesse unserer Mitbürger ist eine gute Kommunikation das A und O. Ein Meilenstein ist unser neuer Bürgertreff in der alten Sparkasse. Er bietet die Chance, das Miteinander persönlicher und nachhaltiger zu formen. Er symbolisiert zugleich, dass unser Netzwerk für Senzig im Zentrum des Ortes angekommen ist.

Mit der neuen Website www.netzwerk-senzig.de, mit Accounts bei Instagram und Facebook sowie einem eigenen YouTube-Kanal können wir künftig die modernen Medien effizient für unser Netzwerken einsetzen. Zählen wir zu Bürgertreff und den sozialen Medien die Begegnungen bei Senzig Open und dieses Magazin hinzu, so verfügen wir nach fünf Jahren Netzwerk für Senzig über ein beachtliches Instrumentarium kommunikativer Möglichkeiten. Wir laden Sie ein, diese zu nutzen und mit auszugestalten.

Zum Magazin gehört normalerweise die Vorschau auf das, was wir im nächsten halben Jahr veranstalten wollen.Das ist auf Grund der aktuellen Umstände diesmal problematisch. Sie finden deshalb keinen Veranstaltungskalender vor. Wir werden aber einige Vorhaben nennen. Ob sie zu den geplanten Terminen stattfinden können, werden wir im Laufe der Zeit erfahren und Sie darüber in geeigneter Form informieren.

Die nächsten Wochen und Monate werden wahrscheinlich noch nicht im gewohnten Rhythmus ablaufen. Aber wir bleiben in Kontakt und machen, was unter diesen Bedingungen möglich ist.

Wir bleiben solidarisch und helfen einander. Wir bereiten vor, worauf wir uns freuen können – Seebrückensingen, Senzig Open, Spendenlauf, Weihnachtsmarkt und vieles mehr – wann immer sie auch stattfinden.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Jürgen Müller

Dankeschön der Grundschule Senzig

Liebe Mitglieder der SG Südstern Senzig, liebe Eltern, liebe Senzigerinnen und Senziger,

für Eure großzügige Spendenbereitschaft bei der Tombola zum vereinsübergreifenden Kinder – Fußballturnier der SG Südstern möchten wir uns ganz herzlich bedanken.
Auf das Konto des Schulfördervereins konnten stolze

450 EURO

überwiesen werden. Damit können wir die Gestaltung unseres Schulgartens voranbringen und für jede Klasse ein Hochbeet aufbauen. Die kleinen Gärtnerinnen und Gärtner freuen sich schon sehr, wenn es endlich losgeht mit dem Säen, Pflanzen und Ernten!

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Die Schülerinnen und Schüler, das Lehrerteam und der Vorstand des Fördervereins unserer Grundschule

Neuigkeiten aus dem Netzwerk

Liebe Netzwerk-Freunde,

nach den neuen Entscheidungen zur Eindämmungsverordnung vom 8.5.2020 sind in Brandenburg weiterhin größere Veranstaltungen nicht möglich. Das heißt für uns, dass die für die nächsten Wochen bis zum 5. Juni 2020 geplanten Veranstaltungen leider nicht stattfinden können.

Das betrifft u.a. den Netzwerktreff (12.05.) und das Familien Tischtennis Turnier (16.05.).

Das Pfingstfest (31.05.) , das Sport-und Spielfest zum Kindertag (03.06.) und das Fette Reifen Rennen (06.06) sind ebenfalls abgesagt.

Wir werden zu gegebener Zeit informieren, ob Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt ggf. in modifizierter Form nachgeholt werden.

Herzliche Grüße !

Jürgen Müller

Steckbrief: Dirk Scharp

Geb.: 12.09.1971 auf Rügen
Familie: seit 21 Jahren verheiratet, 2 Kinder (16 & 19 Jahre)
Wohnort: 2001 sind wir von der Küste nach Heidesee gezogen

Tätigkeit:
 Ich bin seit 2004 mit meiner Frau als Fachplaner für Hotellerie, Seniorenheime und öffentliche Einrichtungen tätig. Wir konzipieren und planen den gesamten IT-Betrieb des Nutzers. Wir erstellen ganzheitliche Nutzungskonzepte inkl. der Grundlagenermittlung, der Projekt-Planung, der Projekt-Ausschreibung sowie der Projekt-Umsetzung.

Wir sind Ihre Schnittstelle und Ihr Planer für die Zusammenführung der einzelnen technischen Gewerke und sorgen dafür, dass am Ende Ihre Anforderungen im täglichen Betrieb reibungslos funktionieren.

Ihr Hotelbuchungssystem, die passende Kassenlösung, Zutrittskontrollen, Veranstaltungs-, Schwimmbadtechnik usw. – die Anforderungen sind vielfältig, und das macht die Aufgabe für uns erst spannend. Die Erwartungen der Gäste ist die Herausforderung des jeweiligen Hotelbetreibers, wofür wir Ihnen mit unserem Knowhow ein passendes Lösungskonzept erstellen.

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Seniorinnen und Senioren im Ehrenamt gewürdigt

Festveranstaltung in Luckau

2019  stand die Brandenburgische Seniorenwoche unter dem Motto “Für ein lebenswertes Brandenburg – solidarisch, aktiv, mitbestimmend“. Am 22. Juni fand dazu die Festveranstaltung des Landkreises Dahme Spreewald auf dem Schlossberg der Stadt Luckau statt.

Die Veranstaltung ist in jedem Jahr ein besonderer Höhepunkt für Seniorinnen und Senioren aus unserem Landkreis, die sich ehrenamtlich engagieren. Mit der „Rosenurkunde“ werden dabei traditionell besondere Leistungen anerkannt. In diesem Jahr wurden sechs Seniorinnen ausgezeichnet, darunter auf Vorschlag des Seniorenbeirates der Stadt Königs Wusterhausen Ingeborg Peschel aus der Volkssolidaritätsortsgruppe Senzig. Landrat Stephan Loge hob in seiner Begründung hervor, dass Ingeborg Peschel bereits seit 2007 als Mitglied der Volkssolidarität gesellschaftlich aktiv sei.

Anfang 2016 wurde mit der Bildung eines Beirates die Funktionsfähigkeit der Ortsgruppe Senzig gesichert. Die Aufgaben wurden auf mehrere Schultern verteilt. Dabei hatte sie eine besondere Rolle inne. Die monatlichen Kaffeenachmittage zu aktuellen und informativen Themen, der Internationale Frauentag, die Sommerfeste und Weihnachtsfeiern wurden und werden von einem starken Kollektiv gemeinsam organisiert. Dabei steuert Ingeborg Peschel gute Ideen bei. Sie organisiert zudem einmal im Jahr einen Tagesausflug mit dem Bus, an dem auch behinderte Menschen teilnehmen können.

Sehr verdienstvoll ist, dass sie Kontakt im Netzwerk für Senzig mit dem Jugendclub aufnahm. Daraus entstand die Reihe „Handmade“, die gemeinsam vom Jugendclub und der Volkssolidaritätsortsgruppe organisiert wird. Hier treffen sich regelmäßig Jung und Alt zu kreativer Zusammenarbeit und zu Gesprächen. Die Aktivisten dieses generationsübergreifenden Projektes wurden von der Leitung der Ortsgruppe, dem Ortsvorsteher und dem Seniorenbeirat der Stadt Königs Wusterhausen geehrt.

Verdient gemacht hat sich Ingeborg Peschel auch bei der Werbung neuer Volkssolidaritäts-Mitglieder. Besonderes Augenmerk wird dabei darauf gelegt, relativ „junge“ Seniorinnen und Senioren für die Volkssolidarität zu gewinnen. Für ihr Engagement und für ihr Miteinander der Generationen wird sie hier (siehe Foto, Ingeborg Peschel hintere Reihe, dritte von links) öffentlich geehrt.

Landrat Stephan Loge betonte, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement gerade in der Arbeit mit Senioren sei. Auch in der Zukunft werde das so sein. Diesem Engagement müsse jede mögliche Unterstützung gewährt werden. Über die demographischen Veränderungen in unserm Land werde oft gesprochen, doch getan werde häufig noch zu wenig, räumte Loge ein. Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg aber hänge die Lebensqualität in hohem Maße davon ab, wie es gelinge, die mit diesem Wandel einhergehenden Probleme zu meistern.

H.Peschel

In der Senziger „Kochbar“ wird aufgegessen

Ein Beitrag aus DEIN Senzig Magazin, Ausgabe 2

Kocht und serviert in Senzig: Simone Krüger, Chefin von Krügers Kochbar

Wenn früh um sechs das Licht in der Senziger „Kochbar“ angeht, steht eine Stunde später alles für ein kräftiges Frühstück parat. Inhaberin Simone Krüger hat dann belegte Brötchen, Buletten, Rühr- und Spiegeleier oder duftenden Kaffee frisch zubereitet, die den zahlreichen Handwerkern und Angestellten den Start in den Arbeitstag „versüßen“. Kaum ist der Ansturm der frühen Gäste vorbei, muss sich die 41-Jährige um den Mittagstisch kümmern. „Ich mache alles mit der Hand“, sagt sie. Da wird das Schnitzel noch geklopft und paniert, Gemüse geschnippelt und werden nahezu täglich 15 Kilogramm Kartoffeln geschält. „Die Soßen werden aus Gemüse und Fleischknochen gekocht, Pulver kommt da nicht ran.“

Die Renner unter den deftigen Gerichten sind unter anderem Königsberger Klopse, Schweine- und Rinderbraten, Senfeier und Eisbein. Erst nach vier Wochen wiederholt sich die Speisekarte, die auch Nudelgerichte, Fisch und fleischlose Speisen anbietet. „Mittwochs ist Suppentag, da kommen die Senziger sogar mit Töpfen an.“ Die Zutaten werden täglich angeliefert: “Die Schrippen kommen vom Bäcker Grabarse aus Deutsch Wusterhausen, Fleisch- und Wurstwaren aus Golßen im Spreewald.“

Viele Gäste sind Stammkunden

Die zahlreichen Kunden, die „Krüger‘s Kochbar“ täglich besuchen, stehen dafür, dass alles gut schmeckt. „Auf den Tellern bleibt nichts übrig, hier wird aufgegessen“, betont die Kochbarchefin. Viele Gäste sind Stammkunden, kennen sich und bleiben auch für einen Plausch. „Hier geht es familiär zu und die Leute sehen es mir an, wenn es mir mal nicht so gut geht“, erzählt Simone Krüger. Eine hübsche Blume schmückt aber immer ihre Frisur.

Allein 30 bis 40 Tagesgerichte gehen von Montag bis Freitag über den Tresen. Alles spielt sich auf etwa 30 Quadratmetern ab. „Klein, aber fein, sage ich immer“, so Simone Krüger nicht ohne Stolz. In diesem Frühjahr konnte sie auf zehn Jahre „Kochbar“ unter dem Motto „Leckeres aus Topf und Pfanne“ zurückblicken. Dann besteht das heutige Bistro bereits seit 22 Jahren. Von 1996 bis 2008 hatte Simone Krügers Tante, Sybille Janke, den Imbissstand unter ihrer Regie. Dann übernahm ihre Nichte. „Man muss so etwas wollen und muss es lieben. Ich hab‘ mich gefreut, dass es weiterging, Simone macht‘n Tick mehr und hat auch junge Leute angelockt“, erinnert sich Sybille Jahnke. Sie hilft auch jetzt noch an zwei Tagen in der Woche. „Alles allein zu stemmen, ist ein großer Kampf: Kochen, Bedienen und den nächsten Tag vorbereiten“, sagt ihre Nichte.

Hier wird auch mal geschnattert

„Eigentlich bin ich glücklich hier, ich will nirgendwo anders hin“, sagt Simone Krüger, die bei Kaiser’s gelernt und dort in verschiedenen Bereichen gearbeitet hat. Das Kochen habe sie sich bereits im Alter von zwölf Jahren an bei ihrer Mutter abgeschaut, heute schwenkt sie den Kochlöffel ohne Rezept – und das zur Zufriedenheit ihrer Kunden. Silvia Freyer aus Bindow meint: „Ihre Soljanka ist einfach toll, und hier kann man auch mal miteinander schnattern.“ Lobende Worte über Krügers Kochbar finden sich sogar im Internet. „Wer gute Hausmannskost mag und Hunger hat, ist hier sehr gut aufgehoben. Tolle Qualität, nettes Ambiente und eine hinreißende Wirtin“, schreibt ein User unter Google und versichert, er werde wiederkommen.

Simone Krüger freut sich über das Lob ihrer Gäste und möchte sich bei dieser Gelegenheit im „Dein Senzig Magazin“ bei ihnen für ihre Treue und Freundlichkeit ganz herzlich bedanken.

www.partyservice-senzig.de

Der mit der Kettensäge schnitzt: Roland Karl haucht Holz Leben ein

Ein Beitrag aus DEIN Senzig Magazin, Ausgabe 2

Der Senziger Fischer kommt aus Dobra in Südbrandenburg

Sie stehen in den USA, in Japan, in Dubai oder in der Schweiz und eben auch in Senzig: Die von Roland Karl mit der Kettensäge geschnitzten Figuren, Tiere oder Reliefs aus Holz. So ist der 59-Jährige auch der Schöpfer des zwei Meter großen Fischers, der unübersehbar am Ortseingang von Senzig grüßt. Auch der seinen Kahn ziehende Bauer am Fanggraben im Tiergarten stammt von ihm. Später einmal irgendetwas mit Holz zu machen, war Roland Karl wohl vorherbestimmt. Es lag nahe, denn aufgewachsen ist er umgeben von viel Wald im südbrandenburgischen Dobra bei Bad Liebenwerda. „Von Kindheit an habe ich mit Holz gebastelt und gedrechselt, in der Schulzeit dann mit Malen angefangen“, erinnert er sich. Aber bis zum freien Künstler als Kettensägenschnitzer, wie er sich selbst bezeichnet, war es noch ein langer Weg.

Nach Abschluss einer Lehre als Anlagen- und Maschinenbauer im VEB Schwermaschinenbau Lauchhammer zog es ihn wieder in den Wald. In der Forstwirtschaft hat er dann 22 Jahre gearbeitet, zu DDR-Zeiten mit schwedischen Kettensägen, die fürs Schnitzen nicht geeignet waren und zudem nicht privat genutzt werden durften. Mit der Wende wurde alles anders, es kamen bis dahin unbekannte moderne Kettensägen und es kam die Reisefreiheit: „In Amerika habe ich Blut geleckt“, erzählt Karl. In den USA, die als Mutterland des Kettensägenschnitzens gelten, war Roland Karl inzwischen 17 Mal. Zumeist bei Wettbewerben wie in Ridgway (US-Bundesstaat Pennsylvania) oder in Reedsport (Oregon), wo er als Amateur gleich bei der ersten Teilnahme den ersten Platz errang. Das bedeutete aber für ihn, er durfte nur noch in der Profiliga starten. In der ist er einmal am dritten Platz vorbeigeschrammt. Den amtierenden Weltmeister im Kettensägenschnitzen, Bob King aus Seattle, nennt er einen guten Freund: „Bei ihm habe ich viel gelernt.“ An Wettbewerben nehme er aber nicht mehr teil: “Das überlass ich den Jüngeren, denn das ist Leistungssport. Da kann man abends das Gras ruppen ohne sich zu bücken.“

Vom Hobby zum Broterwerb

Mit der Kettensäge zu schnitzen, war zunächst zehn Jahre lang nur Hobby. „Angefangen hat es mit Rübezahl als Waldgeist, an dem habe ich immer geübt“, erinnert er sich. Mit dem Schritt vom Hobby in die Selbstständigkeit am 1. Januar 2006 wurde es für Roland Karl zum Broterwerb. Dafür hat er einen gesicherten Job im Bundesforst aufgegeben. Wie viele Skulpturen er seither geschaffen hat, weiß er beim besten Willen nicht mehr. Von den bei Kunden sehr beliebten Eulen habe er es auf  weit über 1000 Stück gebracht, schätzt er.

An bestimmte, aus dem Rahmen fallende Aufträge erinnert sich Roland Karl noch sehr gut. So gestaltete er einen fast vier Meter hohen Weihnachtsmann für Himmelpfort in der Uckermark, wo sich das Weihnachtsmannpostamt befindet. Sieben Mönchsfiguren stehen entlang des Radwanderwegs „Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk“ rund um Doberlug-Kirchhain im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Dort weisen auch Skulpturen aus der germanischen Mythologie wie Thor oder Freya den Wanderern den Weg durch das Lobenmoor. Mit dem Wurzelballen auf dem Kopf wirken sie sehr geheimnisvoll. Eher erheiternd dürfte die Figur eines auf dem Hinterrad fahrenden Bikers mit einer Bierflasche in der Hand wirken, die in der japanischen Stadt Toi in der Präfektur Shizuoka steht. Ein Wildschwein ging in die Schweiz, ein Adler fliegt in Frankreich und ein Fisch tummelt sich in Dubai.

Auch an die beiden Figuren für Senzig erinnert sich Roland Karl gern: „Für mich ist es am schönsten, wenn mir ein Thema vorgegeben wird und ich dann frei gestalten kann“. Vor Ort traf er sich zuerst mit Wanderwegewart Hans Rentmeister, der die Idee für das Projekt hatte. So machte sich der Holzkünstler ein Bild von dem Standort und konnte dann seine Vorstellungen entwickeln. „Das war ein schöner Auftrag.“ Zwei weitere Figuren für den Tiergarten in Königs Wusterhausen sollen noch folgen.

Wenn die Kettensäge kreischt

Entstanden sind der Fischer und der Kahnfahrer wie alle anderen großen Figuren auf Roland Karls „Außenposten“, seinem Schnitzplatz am Rande von Dobra an der Bundesstraße 101.  Hier kann er seine Kettensägen kreischen lassen, denn weit und breit ist kein Mensch, den das stören könnte. Er selbst mag das Geräusch nicht, denn mit rund 115 Dezibel sind die Kettensägen recht laut. „Ich hab‘ den Gehörschutz auf und höre Countrymusik.“ Zehn bis 15 Kettensägen hat er mittlerweile schon zersägt: „Jedes Jahr gibt eine ihren Geist auf.“ Zu seinen Arbeitsmitteln gehören ständig drei bis vier Sägen, diverses Tischlerwerkzeug und spezielle Fräsköpfe, um Feinheiten von Gesicht, Augen oder Fingernägel aus dem Holz herauszuholen. Roland Karl arbeitet vorwiegend mit Eiche und Pappel. „Die guten Sorten wie Mammutbaum haben wir in unseren Breiten ja leider nicht.“ Hat er eine Figur fertig, wird sie noch mit Holzöl bearbeitet, denn sonst würde das Holz grau werden. Sonne und Kälte stören ihn bei der Arbeit nicht, nur der Wind, der Sägespäne selbst in die geschützten Augen treibt.

Einen Unfall als Kettensägenschnitzer hatte Roland Karl – toi,toi,toi – bisher nicht. In Deutschland gibt es nach seinen Angaben etwa 100 Personen, die das Kettensägenschnitzen ernsthaft betreiben. „Hauptberuflich machen es maximal etwa 30“, sagte er. „Wir Kettensägenschnitzer sind schon eine eigene Truppe“, gesteht der sympathische Mann.  „Alle ein bisschen verrückt, es gibt kein Konkurrenzdenken, wir sind eine verschworene Gemeinschaft.“

www.kettensaegenschnitzer.de

Wer steckt hinter der Redaktion des DEIN Senzig Magazin?

Ein Beitrag aus DEIN Senzig Magazin, Ausgabe 2

Für die redaktionellen Belange des Magazins haben Berthild und Peter Dietrich (beide Jahrgang 1943) den Hut bzw. die Hüte auf.

Wir sind zwar keine Senziger, leben in Zernsdorf auf der anderen Seeseite, aber haben eine enge Verbindung zu Senzig: Tochter, Enkeltochter und Schwiegersohn wohnen hier.
Beide haben wir von 1966 bis 1971 an der damaligen Karl-Marx-Universität in Leipzig Journalistik studiert. Dort haben wir uns auch kennengelernt und 1970 geheiratet. Nach dem Studium hat Berthild in Berlin beim Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst (ADN) als Redakteurin gearbeitet; Peter fing bei der Aktuellen Kamera des DDR-Fernsehens als Reporter an. In den 70er Jahren waren wir für etwa zwei Jahre in Moskau, Peter als TV-Korrespondent, Berthild als Stilredakteurin für den deutschen Dienst der Nachrichtenagentur TASS.

Nach der Rückkehr haben wir beide von 1977 bis zur Wende im ADN in der Redaktion Entwicklungsländer gearbeitet. Anfang 1990 waren wir dafür vorgesehen, als Korrespondenten nach Südafrika zu gehen. Das blieb leider nur ein Plan, lediglich von Februar bis Mitte April 1990 arbeitete Peter in Südafrika und Namibia.
Nach der Wende haben wir beide bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) angeheuert und jeden Tag Nachrichten für Zeitung, Funk und Fernsehen geschrieben: Erst aus Berlin, dann aus Leipzig und zuletzt aus Chemnitz. Im dortigen dpa-Büro haben wir Ende Oktober 2006 das Licht ausgemacht und sind seitdem im „Ruhestand“ – in Anführungszeichen gesetzt, weil wir im Sommer 2018 quasi reaktiviert wurden und mit dem Senzig-Magazin eine Menge Arbeit haben. Aber die macht uns viel Freude.
Mit einer Zahl aus unserem Leben erregen wir immer wieder großes Erstaunen. Bedingt durch unseren Beruf sind wir ziemlich oft umgezogen: genauer gesagt 13 Mal.

Herzliche Grüße übern See aus Zernsdorf nach Senzig
Ihre Berthild und Peter Dietrich